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Hochzeit bei Freunden

Hochzeit in Klosterzimmern

 

Mitte des Monats waren wir eingeladen bei unseren Freunden die Hochzeit eines Freundes mit zu feiern.

Klosterzimmern ist in der Gemeinschaft der Zwölf Stämme (Twelve Tribes), einer der zwölf Stämme. Ursprünglich in den USA gegründet ist diese Gemeinschaft nun auf der ganzen Welt Zuhause. Dabei dürfte Klosterzimmern mit eine der größten Gemeinschaften sein. Mit ca. 120 Männern, Frauen und Kindern.

Das Grundprinzip, soweit ich das bisher verstanden habe, ist ein Leben nach Gottes Geboten – nach der Bibel. Mitglieder der Gemeinschaft verfügen über kein eigenes Geld – werden aber von der Gemeinschaft mit allem versorgt was zum Leben notwendig ist. Die Gemeinschaft zählt, weniger der Einzelne.

Nun soll das keine Beschreibung der Gemeinschaft werden, dazu verstehe auch zu wenig.

Wir sind schon am Freitag gekommen – Hochzeit war am Samstag- und konnten miterleben wie die gesamte Gemeinschaft und die angereisten Freunde aus anderen Gemeinschaften bis tief in die Nacht arbeiteten um dem Brautpaar ein Fest zu bereiten. Braut und Bräutigam mussten – ja durften – nicht machen. Man hatte den Eindruck einer fröhlichen Gemeinschaft die gerne für das Paar ein Fest ausrichtet.

 

Am Samstag 12:00 Uhr begannen die Feierlichkeiten mit einem üppigen Büfett.



Im Freien, denn das Wetter war prächtig.

 

Wir wurden mit kleinen Köstlichkeiten bewirtet die die Frauen und Mädchen alle selbst gemacht haben. Auch für kühle Getränke war gesorgt. Kein Alkohol, denn in der Gemeinschaft sind diese Arte von Genussgiften verboten.

 

Nachdem sich alle reichlich gestärkt hatten, kam auch der Bräutigam zur Festgesellschaft und begrüßte sie. Die Braut war noch nicht zu sehen. Wir kannten das bereits von einer Hochzeit im vorherigen Jahr.

 

Die Hochzeit in Klosterzimmern erzählt eine Geschichte. Es geht dabei nicht nur um das Brautpaar, wenn auch am Ende des Tages die Braut und der Bräutigam vermählt sind. Der Bräutigam stellt an diesem Tag den König dar. Daher auch das manchem seltsam anmutende Gewandt. Es ist der König der Könige – unser Herr der dargestellt wird. Nach dem Büfett werden wir alle zu einem Platz vor dem Schulhaus gebeten.



 

 

Dort nimmt der König auf seinem Thron Platz.

Für die Gäste wird die dargestellte Geschichte von einem Mitglied der Gemeinschaft erzählt, damit wir wissen worum es geht. Es ist die Geschichte von der Wiederkunft Jesu – vom letzten Kampf vor dem 1000jährigen Frieden.

 

Es ist aber auch die Geschichte dessen was heute auf der Welt stattfindet und die Geschichte eines Volkes (der Gemeinschaft der Zwölf Stämme) die ein Leben führen, damit Jesus wieder auf die Welt kommt.

 

 

 

 

 

Es ist die Geschichte von Menschen die auf der Suche sind nach einem Sinn in Ihrem Leben.

Menschen die keinen Sinn mehr in immer mehr Konsum sehen und die der Meinung sind, dass so wie die Menschen derzeit Leben es keine Hoffnung mehr gibt.

 

Dargestellt wurde diese Szene von verkleideten Mitgliedern der Gemeinschaft. Es löste große Heiterkeit aus die Personen die man ansonsten ganz anders kennengelernt hat in dieser Rolle zu sehen.



 

Es gab noch einige weitere Szenen in denen das Ende dieser Gesellschaft bzw. der Neuanfang dargestellt wurde.

Die Festgesellschaft wurde dann an einen weiteren Ort des Geschehens gebeten. Nun erwartet der König seine Braut. Braut ist in diesem Zusammenhang auch als Synonym für die Gemeinschaft der Zwölft Stämme zu sehen die sich als die Braut Jesu ansehen. Es werden in der Geschichte also die Gegenwart und die Zukunft der Erde verwoben. Dargestellt von Braut und Bräutigam die ihre Hochzeit feiern.

 

 

Der König erwartet also nun seine Braut.

 

Seine Braut wartete in der Wildnis auf seinen Ruf. Das ist auch wieder ein Symbol für die Zukunft der 12 Stämme. Sie erwarten in den letzten Tagen vor der Ankunft Jesus, in der Wildnis leben zu müssen.

Der Ruf ist also sowohl symbolisch als auch real der Ruf nach der Braut.

 

Und die Braut folgte dem Ruf,

 

Es war freudig anzusehen wie Rebecca über den Hof rannte um zu Ihrem Bräutigam zu kommen.

 

 

 

 

 

 

 

Und endlich sind Sie beieinander. Noch nicht vermählt aber schon zusammen.



 

Nun ging es weiter. Die ganze Festgesellschaft folgte dem Paar an einen neuen Ort auf dem weitläufigen Gelände. Hier fand ein Tanz statt der wieder voller Symbolik ist.

 

Das Gebilde in der Mitte stellte die Erde dar. Alles tanzte um die Erde.

 

Dann wurde die Hülle abgenommen und darunter erschienen schwarze Fahnen auf denen die Probleme geschrieben waren um die es auf diesem wunderschönen Planeten geht.

 

 

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht alles gemerkt habe. Aber es sind :

Habsucht, Treulosigkeit, Selbstsüchtig, Lieblos, Sturheit …

 

Symbolisch reißt der König (Bräutigam) mit seiner Braut die Fahnen nach und nach ab, bis zuletzt alle Fahnen am Boden liegen.

Nun endlich begab sich die Anwesenden an den Platz auf dem „fast“ der gesamte weitere Festakt stattfinden sollte.

Es ist der Versammlungsplatz, Tanzplatz der Gemeinschaft. Wunderschön unter alten Bäumen ist ein Tanzplatz aus Holz errichtet. Er dient der Gemeinschaft auch als Versammlungsplatz. Alles war wunderbar und liebevoll geschmückt. Girlanden, Blumenkränze, Blumensträuße überall. Für das Brautpaar war ein herrlich geschmückter Baldachin (ich nenne das mal so) errichtet worden der über und über mit Blumen geschmückt war.

Natürlich durfte auch hier die Symbolik nicht fehlen.

Das Ziel war die Stadt des Friedens – Die Stadt Jerusalem. Der König brach mit seiner Braut das Siegel und nun konnten alle den Platz betreten.

In den folgenden Stunden gab es eine Menge an Tänzen, Gesängen und kleinen Zeremonien. Es gab kleine Vorführungen und Gesänge der Kinder. Ein Lied der Verheirateten für die nun auch zu dieser Gruppe gehörenden und und und.

Es folgte ein Programmpunkt an den Anderen.

Es war ein fröhliches Treiben. Gegen späten Nachmittag wurden alle in den Gemeinschaftsraum gebeten. Dort wurde das Hochzeitsessen serviert. Für die Braut und den Bräutigam war ein extra Tisch hergerichtet worden damit sie die ganze Festgesellschaft sehen konnten.

 

 



 



Nach einem leckeren Essen ging es dann wieder zum Festplatz. Weitere Vorführungen und Tänze ließen die Stunden wie im Fluge vergehen.

 

Nun endlich kam der Teil auf den viele gewartet hatten. Bräutigam und Braut standen unter einem Baldachin. Nun wurden Sie vermählt und die Braut durfte Ihrem Mann den ersten Kuss geben.

 

Für das neu vermählte Paar war das Fest nun fast schon zu Ende. Alle Gäste bildeten ein langes Spalier und geleiteten unter großem Jubel das Brautpaar zu Ihrem Honeymoon Haus geleitet.

 

Dort werden Sie nun eine Woche umsorgt von der Gemeinschaft und wenn Sie nicht wollen müssen Sie die ganze Woche das Haus nicht verlassen.

 

 

 

Für den Rest war das Fest noch lange nicht zu Ende.

Wir durften in Klosterzimmern übernachten und am nächsten Morgen wurden wir mit einem leckeren Frühstück, vielen guten Wünschen, Proviant für die Reise, usw. verabschiedet.

Es wird wohl nicht viele Gemeinschaften geben die so viel Mühe und Liebe in ein Hochzeitsfest für ein Paar aus Ihrer Mitte investieren.

Wir sind sehr dankbar, dass wir zu dieser Hochzeit eingeladen wurden und sind mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gefahren.

 

 

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